Ratgeber
Praktische Fahrprüfung: Ablauf, Anmeldung und Kosten
Von Leonardo Ciccone · Aktualisiert am
Die praktische Fahrprüfung für das Auto dauert rund 60 Minuten und kostet je nach Kanton CHF 120 bis 140. Eine Verkehrsexpertin oder ein Verkehrsexperte fährt mit und beurteilt, ob du sicher fährst und die Regeln einhältst. Angemeldet wirst du in der Regel von deiner Fahrschule, sobald sie dich für bereit hält.
- Dauer
- rund 60 Minuten (Kanton Luzern)
- Gebühr
- CHF 120 bis 140, je nach Kanton
- Mindestalter
- 17 Jahre
- Wartefrist
- 12 Monate Lernfahrausweis, wenn du ihn vor 20 erhalten hast
- Anmeldung
- meist über deine Fahrlehrerin oder deinen Fahrlehrer
- Nach dem 3. Versuch
- nur noch mit bestandenem Fahreignungstest
Wann darfst du zur Prüfung?
Das Mindestalter für die Kategorie B ist 17 Jahre. Hast du den Lernfahrausweis vor deinem 20. Geburtstag bekommen, musst du ihn mindestens zwölf Monate haben, bevor du zur praktischen Prüfung darfst. Ausserdem musst du den VKU abgeschlossen haben, ausser du hast schon einen Führerausweis der Kategorie A, A1 oder B1.
Die gesetzliche Frist ist aber nur die Untergrenze. Laut ch.ch ist die Prüfung ohne professionellen Unterricht kaum zu schaffen, und deine Fahrlehrerin oder dein Fahrlehrer kann am besten einschätzen, wann du so weit bist.
Wie meldest du dich an?
Meistens übernimmt das deine Fahrschule. Du kannst dich grundsätzlich auch selbst anmelden, der TCS weist aber darauf hin, dass das unüblich ist. Im Kanton Zürich geht die Anmeldung auch online, sobald deine Fahrschule die Ausbildung als abgeschlossen gemeldet hat. Die Regeln unterscheiden sich von Kanton zu Kanton, frag im Zweifel beim Strassenverkehrsamt deines Wohnkantons nach.
Wie läuft die Prüfung ab?
Du fährst mit der Expertin oder dem Experten im normalen Verkehr. Im Kanton Luzern dauert die Prüfung der Kategorie B 60 Minuten, und du solltest mindestens fünf Minuten vorher am Prüfungsort sein. Geprüft wird, ob du das Auto sicher und regelkonform führst. Die Prüfung richtet sich dabei nach den Möglichkeiten des Fahrzeugs.
Neu gehören Fahrerassistenzsysteme dazu, im Kanton Zürich seit dem 1. Juli 2025. Hat das Prüfungsauto zum Beispiel einen Spurhalte- oder Abstandsassistenten, musst du zeigen, dass du ihn richtig einsetzt und seine Grenzen kennst.
Du fährst ein Auto der Kategorie B und bringst unter anderem dessen Fahrzeugausweis mit. Viele machen die Prüfung im Auto der Fahrschule, weil sie es aus den Fahrstunden kennen.
Was kostet die Prüfung?
Die Gebühr des Strassenverkehrsamts liegt laut ch.ch bei CHF 120 bis 140. Im Kanton Luzern sind es CHF 130, im Kanton Zürich CHF 134. Dazu kommt oft das Fahrschulauto für die Prüfung, das jede Fahrschule selbst verrechnet. Fällst du durch, zahlst du beim nächsten Versuch die Gebühr noch einmal.
Was passiert, wenn du bestehst?
Du darfst sofort fahren. Bis du den Führerausweis erhältst, gilt der unterschriebene Lernfahrausweis oder ein Prüfbescheid als Ausweis. Du bekommst den Führerausweis auf Probe für drei Jahre und musst innerhalb von zwölf Monaten die eintägige Weiterausbildung (WAB) besuchen.
Was gilt, wenn du durchfällst?
- Nach dem ersten Mal: Du kannst dich wieder anmelden. Im Kanton Zürich ab dem Folgetag, zwischen zwei Prüfungen liegen dort aber mindestens zehn Arbeitstage.
- Nach dem zweiten Mal: Für den dritten Versuch brauchst du eine Bescheinigung deiner Fahrlehrerin oder deines Fahrlehrers, dass deine Ausbildung abgeschlossen ist.
- Nach dem dritten Mal: Zur vierten Prüfung wirst du nur zugelassen, wenn du einen Fahreignungstest bestehst. Bestehst du ihn nicht, wird dein Lernfahrausweis ungültig, und du brauchst ein positives verkehrspsychologisches Gutachten, bevor du wieder antreten darfst.
Deshalb lohnt es sich, die Prüfung nicht zu früh zu buchen. Eine zusätzliche Fahrstunde kostet weniger als ein weiterer Versuch.