Zum Inhalt springen

Ratgeber

Was kostet der Führerschein in der Schweiz?

Von · Aktualisiert am

Der Führerausweis für das Auto (Kategorie B) kostet in der Schweiz meist zwischen CHF 2'600 und 4'800. Rund zwei Drittel davon sind Fahrstunden, der Rest verteilt sich auf Kurse, amtliche Gebühren und die Weiterausbildung nach der Prüfung. Wie viel es bei dir wird, hängt vor allem davon ab, wie viele Fahrstunden du brauchst.

Gesamtkosten
meist CHF 2’600 bis 4’800
Grösster Posten
Fahrstunden, CHF 1’600 bis 3’300
Preis pro Fahrstunde
CHF 80 bis 110
Amtliche Gebühren
zusammen rund CHF 200 bis 400
Fahrstunden im Schnitt
30 (laut TCS)

Alle Kosten im Überblick

Die Spannen stammen aus der Kostenübersicht des Bundes auf ch.ch, die Pauschale der Fahrschule vom TCS. In der Reihenfolge, in der sie anfallen:

PostenCHF
Nothelferkurs100 bis 200
Sehtest10 bis 20
Lernfahrausweis20 bis 80
Basistheorieprüfung30 bis 40
VKU200 bis 280
Einmalige Pauschale der Fahrschule100
Fahrstunden (20 bis 30)1'600 bis 3'300
Praktische Prüfung120 bis 140
Führerausweis auf Probe30 bis 60
WAB (Weiterausbildung)340 bis 510
Unbefristeter Führerausweis15 bis 70
Total2'565 bis 4'800

Nicht im Total: das Fahrschulauto für die Prüfung. Viele Fahrschulen verrechnen dafür eine eigene Pauschale, die sich stark unterscheidet. Frag vor der Anmeldung zur Prüfung danach.

Die Schritte hinter den Posten erklären der Ratgeber zum Lernfahrausweis und der zur Theorieprüfung. Fürs Motorrad ab 16 Jahren ist es eine andere Rechnung, dazu der Ratgeber zum A1 Führerschein.

Was kostet eine Fahrstunde?

Eine Fahrstunde von 45 bis 50 Minuten kostet meist zwischen CHF 80 und 110. Vergleiche dabei die Dauer: Manche Fahrschulen rechnen mit 45 Minuten, andere mit 50 oder 60. Eine Lektion zu CHF 95 für 45 Minuten ist teurer als eine zu CHF 120 für 60 Minuten.

Dazu kommt bei vielen Fahrschulen eine einmalige Pauschale für Administration und Versicherung, der TCS rechnet mit rund CHF 100. Probelektionen und 10er-Abos sind oft günstiger als Einzellektionen.

Wie viele Fahrstunden braucht man?

Vorgeschrieben ist keine bestimmte Zahl. Laut TCS liegt der Durchschnitt an Schweizer Fahrschulen bei 30 Fahrstunden vor der Prüfung. Wer viel privat übt, kommt oft mit etwa 20 aus. Zwischen 20 und 30 Stunden sind das CHF 1’600 bis 3’300.

Am meisten sparst du mit Übungsfahrten mit einer Begleitperson. Sie muss mindestens 23 Jahre alt sein, die Autoprüfung vor mindestens drei Jahren bestanden haben und darf den Führerausweis nicht mehr auf Probe haben. Die Fahrstunden nutzt du dann für das, was du privat nicht lernst, statt für Kilometer.

Amtliche Gebühren nach Kanton

Die Gebühren des Strassenverkehrsamts legt jeder Kanton selbst fest. Drei Beispiele für 2026:

  • Zürich: Lernfahrausweis CHF 40, Theorieprüfung CHF 36, praktische Prüfung CHF 134.
  • Bern: Gesuch Lernfahrausweis CHF 30, Führerausweis auf Probe CHF 40 (beide seit Januar 2026 günstiger).
  • Luzern: Gesuch mit Anmeldung zur Prüfung CHF 50, Theorieprüfung CHF 30, praktische Prüfung CHF 130.

Fällst du durch, zahlst du die Prüfungsgebühr beim nächsten Versuch noch einmal, dazu meist das Prüfungsauto und ein paar Fahrstunden. Das ist der häufigste Grund, warum das Total über die obere Grenze steigt. Was nach einem Nichtbestehen sonst noch gilt, steht im Ratgeber zur praktischen Fahrprüfung.

Was kommt nach der Prüfung dazu?

Nach bestandener Prüfung bekommst du den Führerausweis auf Probe für drei Jahre, er kostet CHF 30 bis 60. Innerhalb von zwölf Monaten musst du die eintägige Weiterausbildung (WAB) besuchen, für CHF 340 bis 510. Verpasst du die Frist, droht laut TCS eine Busse von bis zu CHF 300. Nach der Probezeit kommt der unbefristete Führerausweis für CHF 15 bis 70.

So wird es günstiger

  • Privat üben, so viel es geht, und Fahrstunden gezielt einsetzen.
  • Preise pro Minute vergleichen, nicht pro Lektion.
  • Nach Kombiangeboten fragen, etwa VKU zusammen mit einem Fahrstunden-Abo.
  • Die Prüfung erst buchen, wenn dein Fahrlehrer dich bereit sieht. Ein zweiter Versuch kostet mehr als eine zusätzliche Fahrstunde.